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    13.6.20269 min Lesezeit

    Arztsoftware Vergleich: Cloud vs. lokal (AT)

    Cloud-Arztsoftware oder lokale Installation? Vergleich für österreichische Ordinationen: Wartung, ELGA-Anbindung, DSGVO, Kosten und Ausfallsicherheit im Überblick.

    Wer in Österreich eine neue Arztsoftware (auch: Praxissoftware oder Ordinationssoftware) auswählt, steht früher oder später vor derselben grundsätzlichen Frage: Soll die Lösung lokal auf einem Server in der Ordination laufen - oder als Cloud-Software aus dem Rechenzentrum bezogen werden? Die Entscheidung wirkt auf den ersten Blick technisch, ist in Wahrheit aber strategisch: Sie bestimmt, wie viel Sie sich künftig mit IT beschäftigen müssen, wie schnell neue gesetzliche Anforderungen wie die verpflichtende E-Card-Anbindung umgesetzt werden können und wie robust Ihre Ordination im Ernstfall ist.

    In diesem Beitrag vergleichen wir beide Modelle anhand der Kriterien, die im österreichischen Ordinationsalltag tatsächlich relevant sind: Wartung, ELGA-Anbindung, DSGVO-Konformität, Kostenstruktur, Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit. Ziel ist nicht ein abstraktes „besser oder schlechter", sondern eine ehrliche Einschätzung, welches Modell zu welcher Ordination passt.

    Cloud vs. lokal: Was bedeutet das konkret?

    Bei einer lokalen Installation (On-Premise) läuft die Arztsoftware auf einem Server in der Ordination. Datenbank, Backups und Updates müssen vor Ort betreut werden - meist durch externe IT-Dienstleister:innen. Sie besitzen die Hardware und tragen die Verantwortung für deren Betrieb.

    Bei einer Cloud-Arztsoftware wird die Anwendung in einem zertifizierten Rechenzentrum betrieben. Sie greifen über den Browser darauf zu - Updates, Backups und Skalierung übernimmt der Anbieter. Bei seriösen Anbietern stehen die Server in der EU und die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform.

    Wartung und Updates

    Der wohl größte Unterschied liegt im Betriebsaufwand. Lokale Systeme erfordern regelmäßige manuelle Wartung: Betriebssystem-Updates, Datenbank-Pflege, Sicherheitspatches, Backup-Kontrollen. Fällt etwas aus, ist meist ein:e IT-Dienstleister:in nötig - inklusive Anfahrt und Stundensatz.

    Cloud-Lösungen aktualisieren sich automatisch im Hintergrund. Neue Features, Sicherheitspatches und gesetzliche Anpassungen (etwa für ELGA oder E-Card) werden zentral ausgerollt - ohne Ausfallzeit in der Ordination. Das senkt den IT-Aufwand spürbar, besonders in kleinen und mittleren Praxen ohne eigene IT-Abteilung.

    ELGA- und E-Card-Anbindung

    Mit der verpflichtenden E-Card-Anbindung ab Juli 2026 wird die Frage nach der ELGA-Readiness zur Pflichtprüfung. Cloud-Anbieter können neue Schnittstellen zentral implementieren - alle Kund:innen erhalten die Anbindung gleichzeitig, ohne dass jede Ordination einzeln nachrüsten muss.

    Bei lokalen Systemen hängt die Aktualität von Update-Zyklen, Wartungsverträgen und der Bereitschaft des Anbieters ab. Gerade ältere Installationen geraten hier oft unter Zeitdruck, wenn neue gesetzliche Vorgaben kurzfristig umzusetzen sind.

    DSGVO und Datensicherheit

    Ein verbreitetes Missverständnis: Lokale Daten seien automatisch „sicherer". Tatsächlich ist die DSGVO-Konformität primär eine Frage der technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) - nicht des Standorts. Ein Server unter dem Empfangstresen ohne verschlüsselte Backups, ohne 2-Faktor-Authentifizierung und ohne Einbruchschutz ist deutlich angreifbarer als ein zertifiziertes Rechenzentrum in der EU.

    Entscheidend ist bei Cloud-Lösungen: Serverstandort in der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO, verschlüsselte Übertragung (TLS 1.3), verschlüsselte Backups und dokumentierte TOMs. Wer diese Punkte erfüllt, ist meist besser aufgestellt als eine durchschnittliche lokale Installation.

    Kosten: Investition vs. laufende Gebühr

    Lokale Systeme erfordern eine größere Anfangsinvestition: Server-Hardware, Lizenz, Einrichtung, oft mehrere Tausend Euro. Hinzu kommen laufende Kosten für Wartungsverträge, IT-Stunden und Hardware-Ersatz alle 5-7 Jahre.

    Cloud-Arztsoftware wird typischerweise im Abo-Modell abgerechnet - planbare monatliche Kosten ohne große Vorabinvestition. Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet ist Cloud für kleine und mittlere Ordinationen meist günstiger, weil Hardware, IT-Betreuung und Updates bereits enthalten sind.

    Ausfallsicherheit und Backups

    Lokale Server haben einen klaren Single Point of Failure: Fällt die Hardware aus oder gibt es einen Wasserschaden, steht die Ordination still - manchmal tagelang. Backups existieren oft nur auf demselben Gerät oder auf einer externen Festplatte im Nebenraum.

    Cloud-Rechenzentren arbeiten mit redundanten Systemen, georedundanten Backups und 24/7-Monitoring. Ein Hardware-Ausfall bleibt für die Ordination unsichtbar. Voraussetzung: eine stabile Internetverbindung - für viele Ordinationen längst Standard.

    Skalierbarkeit: Wenn die Ordination wächst

    Wird aus der Einzelordination eine Gruppenpraxis, müssen lokale Systeme oft komplett neu aufgesetzt werden: stärkerer Server, neue Lizenzen, aufwendige Migration. Cloud-Lösungen wachsen mit - neue Mandant:innen, Standorte und Nutzer:innen lassen sich ohne Infrastrukturwechsel hinzufügen.

    Vergleich auf einen Blick

    • Wartung: Cloud automatisch · Lokal manuell durch IT-Dienstleister:in
    • ELGA-/E-Card-Updates: Cloud zentral · Lokal je nach Wartungsvertrag
    • DSGVO: Beides möglich - Cloud-Rechenzentren in der EU sind oft besser abgesichert
    • Kosten: Cloud planbar im Abo · Lokal hohe Anfangsinvestition plus IT-Stunden
    • Ausfallsicherheit: Cloud redundant · Lokal Single Point of Failure
    • Skalierbarkeit: Cloud nahtlos · Lokal aufwendige Migration
    • Internet erforderlich: Cloud ja · Lokal nein (aber für ELGA/E-Card ohnehin Pflicht)

    Welches Modell passt zu welcher Ordination?

    Für die überwiegende Mehrheit niedergelassener Ordinationen in Österreich ist Cloud-Arztsoftware heute die wirtschaftlich und technisch sinnvollere Wahl - insbesondere für Einzel- und kleine Gruppenpraxen, die keine eigene IT-Abteilung beschäftigen wollen. Wer Wert auf automatische ELGA-Updates, planbare Kosten und minimalen Wartungsaufwand legt, fährt mit einer modernen Cloud-Lösung besser.

    Lokale Installationen können dort sinnvoll bleiben, wo bereits eine professionelle IT-Infrastruktur, ein dediziertes Wartungsteam und besondere Anforderungen vorhanden sind - etwa in sehr großen Versorgungseinrichtungen mit eigenen Rechenzentren.

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    HOTDOC ist eine vollständig browserbasierte Arztsoftware mit Hosting in der EU, automatischen Updates, verschlüsselten Backups und einem klaren Fokus auf ELGA- und E-Card-Readiness. Sie benötigen keinen Server in der Ordination - nur einen Browser. Updates für gesetzliche Anforderungen kommen automatisch und ohne Zusatzkosten.

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